Die deutsche Aufsichtsbehörde GGL meldet Fortschritte bei der illegalen Marktdurchsetzung
Jacob Mitchell
Wichtige Erkenntnisse:
- Der Jahresbericht von GGL beschreibt detailliert die Durchsetzung des illegalen Online-Gaming-Marktes in Deutschland.
- 254 illegale Online-Betreiber zogen ihre Angebote bis zum 31. Dezember 2025 zurück.
- 370 Werbetreibende stellten bis zum 31. Dezember 2025 die Werbung für illegale Marken ein.
- 1.208 illegale Glücksspiel-Websites und 343 Werbetreibende wurden entfernt.
- GGL leitete 287 Verbotsverfahren gegen Glücksspiele ohne Lizenz ein.
- In Deutschland liegt der Anteil der Online-Kanäle bei 77%, der Markt ist zu 22,97% ungeregelt.
Die deutsche Glücksspielbehörde, die Joint Gambling Authority of the States (GGL), hat ihren neuesten Jahresbericht veröffentlicht, in dem ihre Durchsetzungsmaßnahmen gegen den unregulierten Online-Glücksspielmarkt detailliert beschrieben werden. Dem Bericht zufolge hatten zum 31. Dezember 2025 254 illegale Online-Betreiber ihre Angebote vom deutschen Markt zurückgezogen. Darüber hinaus haben 370 Werbetreibende innerhalb des gleichen Zeitraums die Werbung für illegale Marken eingestellt.
Die Durchsetzungsmaßnahmen von GGL im Detail
Der Bericht der GGL hebt erhebliche Fortschritte bei der Bekämpfung illegaler Glücksspielaktivitäten hervor und betont die Bedeutung von Lizenzanforderungen für Online-Casinos. Die Zahlen für den 31. Dezember 2025 zeigen, dass im Vergleich zu den Statistiken des Vorjahres 66 illegale Betreiber entfernt wurden. Darüber hinaus stellten weitere 86 Werbetreibende ihre Aktivitäten zur Werbung unregulierter Marken ein.
Das Überprüfungsverfahren der Aufsichtsbehörde umfasste die Prüfung von 2.263 Websites. Diese umfassende Überprüfung führte zur Entfernung von 1.208 Websites für illegale Glücksspiele, ein wichtiger Schwerpunkt für Online-Glücksspiel in Deutschland. Gleichzeitig wurden 343 Werbetreibende, bei denen festgestellt wurde, dass sie illegale Inhalte bewarben, vom Markt genommen.
In ihrer Vollstreckungsbefugnis führte die GGL insgesamt 287 Verbotsverfahren durch. Diese Verfahren betrafen verschiedene Aspekte des illegalen Glücksspiels, einschließlich des unlizenzierten Betriebs von Glücksspieldiensten und der Förderung solcher Aktivitäten. Fälle, in denen es speziell um Werbung ging, die sich ausschließlich auf illegales Glücksspiel bezog, wurden ebenfalls behandelt.
Allein im Jahr 2025 berichtete die GGL, dass 152 illegale Online-Betreiber oder Werbetreibende ihr Angebot eingestellt haben. Diese Einstellung war eine direkte Folge von Anhörungen oder Verbotsverfügungen der Regulierungsbehörde.
Deutschlands unregulierter Markt wird unter die Lupe genommen
Das Problem des illegalen Glücksspielmarktes war in der Branche ein wichtiges Thema. Gerichtsbarkeiten wie das Vereinigte Königreich und die Online-Glücksspiel in den Niederlanden häufig hervorgehoben. Der ungeregelte Markt in Deutschland wird ebenfalls von den Behörden genau untersucht.
Die neuesten Daten der GGL bieten weitere Einblicke in die Marktlandschaft. Anfang März hatte die Regulierungsbehörde erklärt, dass Deutschland eine Online-Channelisierungsrate von 77 Prozent erreicht hat. Diese Kennzahl legt nahe, dass ein erheblicher Teil von regulierte Online-Casino-Märkte innerhalb des regulierten Rahmens arbeiten.
Nach Schätzungen der GGL macht die Größe des unregulierten Glücksspielmarktes in Deutschland 22,97 Prozent des gesamten Marktvolumens aus. Die laufenden Durchsetzungsmaßnahmen, die im Jahresbericht detailliert beschrieben werden, sind Teil der Strategie der Regulierungsbehörde, sich mit diesem Segment zu befassen und die Kanalisierung weiter voranzutreiben.


